Tübinger Phänomenologische Bibliothek

Die »Tübinger Phänomenologische Bibliothek« umfaßt sowohl wissenschaftliche wie essayistische Monographien als thematisch geschlossene Sammelbände. In ihnen soll das Verhältnis der Phänomenologie zu anderen philosophischen Ansätzen sowie zur Kunst, zur Religion und zu den positiven Wissenschaften eigens bestimmt werden. Die Buchreihe will in ihrer Offenheit ein Forum sein für phänomenologische Arbeiten und Arbeiten zur Phänomenologie. Lassen Werke aus anderen Denktraditionen und -richtungen Fruchtbares für das phänomenologische Sachgespräch erwarten, finden auch sie Aufnahme in der Reihe.



Friedhelm Schneider
Wahrnehmungen der Wirklichkeit. Ein philosophisch-theologischer Essay

332 Seiten, kartoniert, ISBN 3-89308-155-0, € 19,90

Philosophische Begründungsbemühung hat spätestens seit Descartes die Gestalt einer Selbstvergewisserung der Vernunft. Das Gewisse gilt als das Wahre, und als das Wirkliche gilt das, was dieser Gewißheit zu genügen vermag. Die vorliegende Arbeit stellt sich in die Reihe derjenigen, die der Leitfigur neuzeitlichen Philosophierens, dem Selbstbewußtsein als Grund der Erkenntnis, mißtrauen. Sie bemüht sich um eine phänomenologische Bestimmung der zahlreichen Erfahrungen, in denen die Selbstgewißheit immer auch eine Gestalt gewußten Nichtwissens ist, untrennbar verknüpft mit der Unbekanntheit des Selbst und der Grundlosigkeit des Wissens. In der denkenden Aneignung dieser Erfahrung findet sich die Arbeit auf einem Weg, der philosophische Erkenntnis und christliches Bekenntnis einander zu nähern verspricht. Sie will auf diesem Weg einen neuen Sinn wecken für die fast vergessene Bedeutung von Erkenntnis, nach der es nur eine Erkenntnis gibt, nämlich die Erkenntnis Gottes.

»Ein moderner, großer Essay über ein zentrales Thema der Philosophie. Die Ausführung ist sprachlich überzeugend, ja glänzend, bisweilen geradezu elegant. Der Text ist ganz aus einem Guß. Für den, der liest, ein gewinnbringendes Exercitium.«

Prof. Dr. Klaus Hartmann

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Klaus Bort
Personalität und Selbstbewußtsein. Grundlagen einer Phänomenologie der Bezogenheit

323 Seiten, kartoniert, ISBN 3-89308-179-8, € 39,00

Thema des Buches ist eine philosophische Bestimmung des Selbstbewußtseins im Rahmen einer Phänomenologie der Bezogenheit von Denken und Sein. Erst in diesem Horizont, so lautet die Grundthese, lassen sich die strukturellen Aporien in der Fassung des Selbstbewußtseins vermeiden, und erst von hier aus wird der kategoriale Grund philosophischer Besinnung deutlich. Im Mittelpunkt steht daher die Entfaltung dieser grundlegenden Bezogenheit als ein Verhältnis dreier Verhältnisse: der ontologischen Differenz von Sein und Seiendem, der hermeneutischen Differenz des Etwas als Etwas und der intentionalen Differenz von Fremd- und Selbstbezug. In einem philosophischen Gespräch mit Aristoteles und Augustinus, mit Descartes, Kant und Hegel sowie in Auseinandersetzung mit den phänomenologisch geprägten Konzeptionen von Brentano, Husserl und Sartre wird dieser Grund erörtert. Aus ihm heraus läßt sich die philosophische Frage nach dem Selbstbewußtsein zureichend nur in der Auslegung seiner personalen Erscheinungsweisen wie Sprache, Freiheit und Tod beantworten.

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Wolfgang von der Weppen
Der Spaziergänger. Eine Gestalt, in der Welt sich vielfältig bricht

249 Seiten, kartoniert, mit 13 Abbildungen, ISBN 3-89308-186-2, € 19,00

Der Spaziergänger: in der Balance stehend von innerer Welt, von Meditation, Reflexion oder Tagtraum und von äußerer Welt, in der man sich bewegt und findet, sich findet in der Atmosphäre eines Viertels, einer Vorstadt, einer Landschaft. So zeigt sich der Spaziergänger in der bildenden Kunst, in der Literatur oder in realer Erscheinung als charmanter Genießer im Corso, ebenso wie als urbaner Flaneur oder als bürgerlicher Grenzgänger zwischen Vorstadt und »freier« Natur; er zeigt sich als philosophierender Peripatetiker in gleicher Weise wie als einsamer, streifender Wanderer, beobachtend, schauend, in den Entdeckungen der Nähe die abenteuerliche Ferne suchend. Es mehren sich aber die Stimmen, die unter dem Druck entindividualisierter Freitzeitrituale dem Spaziergänger das Ende vorhersagen. Dennoch gilt diesem Phänotypus die Zuneigung des Essays selbst dann, wenn ihm jenseits seiner nostalgischen Aura das Überleben gewiß schiene.

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Søren Harnow Klausen
Verfahren oder Gegebenheit. Zur Sinnfrage in der Philosophie des 20. Jahrhunderts

420 Seiten, kartoniert, ISBN 3-89308-270-0, € 39,00

Die Abhandlung erörtert eine Reihe einflußreicher Theorien über Sinn und Verstehen in der Philosophie des 20. Jahrhunderts und stellt sie in ihrem historischen Zusammenhang dar. Sowohl in der hermeneutischen als auch in der sprachanalytischen Philosophie ist eine Tendenz zur »Gegebenheitsvergessenheit« erkennbar: Der Sinn wird nicht mehr - wie ursprünglich bei Husserl und Frege - als die »Gegebenheitsweise« eines Gegenstandes begriffen, sondern als Korrelat oder Produkt eines bestimmten Verfahrens. Dennoch bleibt eine Dimension der Gegebenheit auch für die Theorien nach der »pragmatischen Wende« - zum Beispiel für die Theorien von Heidegger, Gadamer, Wittgenstein und Derrida - eine unentbehrliche Voraussetzung. Weder Geschichtlichkeit noch sprachliches Handeln, so lautet die Grundthese, lassen sich ohne Rekurs auf die Intentionalität des Bewußtseins verständlich machen.

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Günther Wille
Akroasis. Der akustische Sinnesbereich in der griechischen Literatur bis zum Ende der klassischen Zeit

2 Bände, 1177 Seiten, gebunden, ISBN 3-89308-314-6, € 98,00

I. Hören als Funktion steht in dreifacher Weise zu anderen Tätigkeiten im Gegensatz: Es ist eine zum Sehen parallele und eine für das Sehen eintretende Wahrnehmungsfunktion. Es steht im Gegensatz zum Handeln im Sinne der Rezeptivität und Passivität. In der zwischenmenschlichen Beziehung stellt es den Gegenpol zum Reden dar. Die Statistik der Zusammenstellungen beider Bereiche ergibt, daß der optische Sinnesbereich in der überwiegenden Mehrzahl dem akustischen vor- oder übergeordnet ist. Jedoch ist die Folgerung, die Griechen seien Augenmenschen gewesen, daraus nicht zu ziehen. Eine qualitative Untersuchung vermag die relative Bedeutung des Gehörs herauszustellen, und hierbei ergibt sich, daß die Griechen Augen- und Ohrenmenschen als wirklichkeitsnahe Sinnenmenschen gewesen sind.

II. Im akustischen Sinnesbereich können nicht nur die historischen Grundlagen der Einzelwissenschaften erforscht werden, sondern es wird ein Humanum erfaßt, durch das die Wurzeln der körperlichen, seelischen und geistigen Existenz des Menschen deutlicher erkennbar werden.

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Günter Figal
Interpretationen der Wahrheit

303 Seiten, kartoniert, ISBN 3-89308-343-X, € 34,00

Volker Gerhardt
Wahrheit und Öffentlichkeit

Tilman Borsche
Wahrheit und Bedeutung
Rahmenbedingungen des philosophischen Denkens

Hans-Helmuth Gander
Die Wahrheit des Verstehens

Dorothea Frede
Platon und die Augen des Geistes
als Zugang zur Wahrheit

Hubertus Busche
Die interpretierende Kraft der Aisthesis
Wahrheit und Irrtum der Wahrnehmung bei Aristoteles

Lore Hühn
Die Wahrheit des Nihilismus
Schopenhauers Theorie der Willensverneinung
im Lichte der Kritik Friedrich Nietzsches und
Theodor W. Adornos

Wolfgang Detel
Wahrheit und Repräsentation

Winfried Franzen
Wahrheitsnimbus, Wahrheitsdeflation,
Wahrheitsdepotenzierung

Pirmin Stekeler-Weithofer
Zur Pragmatik des Wahrheitsbegriffs

Georg Zenkert
Praktische Orientierung
Der Wahrheitsanspruch der Rhetorik

Gottfried Boehm
Begriffe und Bilder
Über die Grenzen sokratischen Fragens

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Roberto Rubio
Zur Möglichkeit einer Philosophie des Verstehens. Das produktive Scheitern Heideggers

201 Seiten, kartoniert, ISBN 3-89308-386-3, € 22,00

Das Buch bildet die Frage aus, wie die sachorientierte Vorgehensart der Philosophie am Phänomen des Verstehens zu entfalten ist. Dazu werden Heideggers Schriften zwischen 1927 und 1932 erörtert. Die Texte dieser Periode dokumentieren den gedanklichen Prozess, in dem Heidegger seine Auffassung des Zusammenhangs von Philosophie und Sache mit Hilfe des Verstehensbegriffs in Sein und Zeit programmatisch darstellt, sie dann weiterentwickelt und dabei auf die innere Grenze seines Ansatzes stößt. Das Scheitern des Heideggerschen Programms, so lautet die Grundthese, ist jedoch ein produktives. Die Abhandlung versucht, relevante Elemente zum Weiterdenken der hermeneutischen Thematik aus ihm zu entnehmen.

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Hans-Dieter Bahr
Zeit der Muße – Zeit der Musen

235 Seiten, kartoniert, ISBN 978-3-89308-408-1, € 24,00

Was könnte ferner liegen angesichts der Nöte und Bedrängnisse der Zeiten, als sich um ein Verständnis der Zeit-Weisen von ›Muße‹ und ›Musen‹ zu bemühen? Was aber läge näher, als von der Zeitnot der Welt und ihren Weglosigkeiten einen Abstand finden zu wollen, der allererst einen Blick auf sie zu ermöglichen vermag? Muße zu erreichen und sie durch musische Bildung zu gestalten, galt in Europa über drei Jahrtausende lang als das höchste Ziel aller menschlichen Aktivitäten. Ausdrücke von einst gewaltigem Gehalte – mousai und schole – sprachen davon, wie uns Zeit überhaupt gewährt sein könne. In wenigen Jahrzehnten aber legte sich über sie ein verstaubt klingender Unterton. Heute bemühen sich staatliche und wirtschaftliche Kräfte darum, sie als ›zeitaufwendig‹ vollends aus dem öffentlichen Leben zu tilgen. Und Zeit wurde selbst in der Freizeitindustrie knapp. – Doch von welcher Zeit ist die Rede?

Es werden in dieser Abhandlung die herrschenden Auffassungsweisen von Zeit und Zeitlichkeit erörtert, wie sie sich verhüllend über eine der Muße und den Musen eigene Zeit gelegt haben. Es soll wieder verständlich werden, was es hieß, in der Muße läge die höchste Tätigkeit und die Musen schenkten uns die der Schönheit eigene Zeitlichkeit.

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Dietmar Koch, Irmgard Männlein-Robert, Niels Weidtmann (Hrsg.)
Platon und das Göttliche – Antike-Studien Band 1

232 Seiten, kartoniert, ISBN 978-3-89308-413-5, € 29,90

„Denn Gott naht nicht unmittelbar dem Menschen, sondern durch diese Vermittlung des Dämonischen vollzieht sich aller Umgang und alle Zwiesprache der Götter mit den Menschen, im Wachen sowohl wie im Traum. Und wer in diesen Dingen weise ist, der ist ein dämonischer Mann …“ (Platon, Symposion 203a)



Francesco Aronadio
Das Göttliche und die Götter in der pseudoplatonischen Schrift Epinomis

Damir Barbarić
Der Ursprung der Gottlosigkeit

Michael Erler
Charis und Charisma. Zwei Bilder vom Weisen und ihre Diskussion in Platons Dialogen

Franco Ferrari
Der entmythologisierte Demiurg

Filip Karfik
Der Gottesbegriff Platons

Dietmar Koch
Zur Bewegung der göttlichen und der menschlichen Seele in Platons Dialog Phaidros

Irmgard Männlein-Robert
Zur Typologie des idealen Gottes in Platons Politeia II

Georgia Mouroutsou
Die Frage nach der schlechten Seele in Nomoi X

Manuel Schölles
Die Mysterien des Schönen. Mýesis und epopteía in Platons Symposion

Karl-Heinz Stanzel
Zum Schlussmythos des platonischen Phaidon

Thomas Alexander Szlézak
Zur Bedeutung von theophilés bei Platon

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Dietmar Koch, Irmgard Männlein-Robert, Niels Weidtmann (Hrsg.)
Platon und die Mousiké – Antike-Studien Band 2

226 Seiten, kartoniert, ISBN 978-3-89308-428-9, € 38,00

„Es verhält sich nämlich so: Oftmals kam mir derselbe Traum in meinem vergangenen Leben, jeweils in anderer Gestalt erscheinend, aber dasselbe sagend: »Sokrates, sprach er, wirke und betätige dich musisch!« Und ich nahm bisher immer an, eben das, was ich schon tat, gebiete er mir und ermutige mich dazu; ganz wie diejenigen, die die Läufer antreiben, so ermutige auch mich der Traum zu dem, was ich schon tat, mich musisch zu betätigen, weil ja die Philosophie die höchste Weise des Musischen ist und ich diese doch betrieb.“ (Platon, Phaidon 60e–61a)



Martin Carlé
Vom Welten der Harmonie durch Mimesis. Zu den musikmathematischen Elementen von Platons Methexis

Günter Figal
Rhythmus als Ordnung der Bewegtheit. Platon und Nietzsche über die Musik

Dietmar Koch
Die Philosophie als höchste Musenkunst und die Phoné des Logos in Platons Werk

Irmgard Männlein-Robert
Die Musenkunst des Philosphen oder Sokrates und die Zikaden in Platons Phaidros

Dominic O’Meara
Religion und Musik als politische Erziehung in Platons Spätwerk

Georghe Pascalau
Eros und Musik in Politeia III

Manuel Schölles
Umkehr der Zeit. Tanz, Lebensalter und die zweitbeste Verfassung in Platons Nomoi

Petar Šegedin
Mousiké als Mimesis der Wahrheit

Karl-Heinz Stanzel
Dichtung, Mousiké und die Philosophie. Zur Auseinandersetzung Platons mit der traditionellen Dichtung

Gyburg Radke-Uhlmann
Kriteriengeleitete Empirie. Überlegungen zum Zusammenhang von Hören und Begreifen von Musik bei Platon

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Friedrich Hermanni, Dietmar Koch, Julia, Peterson (Hrsg.)
»Der Anfang und das Ende aller Philosophie ist – Freiheit!«. Schellings Philosophie in der Sicht neuerer Forschung

451 Seiten, kartoniert, ISBN 978-3-89308-417-3, € 38,00

„Der letzte Punkt, an dem unser ganzes Wissen und die ganze Reihe des Bedingten hängt, muß schlechterdings durch nichts weiter bedingt seyn. Das Ganze unsers Wissen hat keine Haltung, wenn es nicht durch etwas gehalten wird, das sich durch eigene Kraft trägt, und dieß ist nichts, als das durch Freiheit Wirkliche. Der Anfang und das Ende aller Philosophie ist – Freiheit“ (Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling)



Friedrich Hermanni
Einleitung

Andreas Schmidt
Wille und Willkür. Zum Begriff der Willensfreiheit in der Frühphilosophie Schellings

Wolfgang M. Schröder
Naturrecht, das sich selbst zerstört. Zur historisch-rechtstheoretischen Kontextualisierung von Schellings »Neue[r] Deduktion des Naturrechts« (1796/97)

Gian Franco Frigo
Naturphilosophie und Medizin bei Schelling

Sebastian Schwenzfeuer
Schellings Naturphilosophie. Das System des transzendentalen Idealismus (1800) im Umbruch zur Identitätsphilosophie

Michael Steinmann
Die Autonomie der Kunst und der Systemgedanke beim frühen Schelling

Wilhelm G. Jacobs
Schellings Konzeptions des Absoluten in Absetzung von Fichte. Zum Dialog »Bruno«

Johannes Brachtendorf
Schelling, Fichte und der Streit um Spinoza

Thomas Buchheim
Der Begriff der ‚menschlichen Freiheit‘ nach Schellings »Freiheitsschrift«

Roswitha Dörendahl
Der Ungrund der Freiheit. Zur Bedeutung der theosophischen Einflüsse Pöhmes und Oettingers auf Schellings Freiheitsphilosophie

Oliver Müller
Von der Krankheit des Organismus zur ‚Krankheit zum Bösen‘. Schellings naturphilosophische Grundlegung der Meidzin und die Erneuerung der Anthropologie

Dietmar Koch
Wer es erhalten will, der wird es verlieren und wer es aufgibt, der wird es finden. Zu einem Theorem Schellings mit Blick auf Meister Eckhart und Platon

Jens Halfwassen
Freiheit als Transzendenz. Schellings Bestimmung der absoluten Freiheit in den »Weltaltern« und der »Philosophie der Offenbarung«

Damir Barbarić
Schellings Potenzenlehre in seiner Philosophie der Mythologie

Jochem Hennigfeld
Sprache, Freiheit und Mythos im Denken Schellings

Gerard Bensussan
Schelling und die Frage der Geschichte

Friedrich Hermanni
Gott und Notwendigkeit. Kants Metaphysikkritik und Schellings Spätphilosophie

Friedrike Schick
Logik, Wirklichkeit und Verwechslung. Schellings Hegel-Kritik

Stefan Gerlach
Wunderkind in Bebenhausen. Ein Beitrag zur frühen intellektuellen Entwicklung Schellings

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Manuel Schölles
Harmonie - Zahl - Mimesis. Archytas und die Frage nach der Vielheit

258 Seiten, kartoniert, ISBN 978-3-89308-449-4, € 48,00
Warum gibt es überhaupt Vieles und nicht nur Eines? Im Licht dieser Leitfrage kann die frühe Philosophiegeschichte als eine Antwort auf die Herausforderung des Parmenides gelesen werden. Auch der Pythagoreer Archytas aus Tarent, der Bereits an der Schwelle zu einem neuen von Platon begründeten Denken steht, ist mit der Frage nach der Vielheit auf verschiedene Weise konfrontieret, etwa durch das Problem der Inkommensurabilität oder bei der Einteilung des Tetrachords. Anhand der pythagoreischen Grundbegriffe Harmonie, Zahl und Mimesis beleuchtet Manuel Schölles, wie Archytas und seine Vorgänger mit der Rätsel der Pluralität umgegangen sind.

Was ist das Orakel in Delphi? Tetraktys. Das ist die Harmonie, in der die Sirenen singen
(Pythagoras).

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Sandro Gorgone
Strahlungen und Annährungen. Die stereoskopische Phänomenologie Ernst Jüngers

216 Seiten, kartoniert, ISBN 978-3-89308-448-7, € 38,00
Der Band will das vielfaltige Werk Ernst Jüngers aus dem Blickwinkel der »Stereoskopie« erkunden, also weder durch eine analytische noch synthetische, sondern durch eine synoptische Erschließungsweise, die eine Art Phänomenologie der »Gestalt-Strahlung« darstellt. Aus dieser Sehweise heraus werden folgende für Jünger entscheidende Themen untersucht: »die Betrachtung der Natur«, »die visuellen Künste, Malerei und Photographie«, »Landschaft und Geschichte« sowie »die Technik und die totale Arbeit« als kennzeichnende Phänomene unserer Zeit. In Jüngers Spannungsfeld von »Gesondertem« und »Ungesondertem« erweist sich die Auseinandersetzung mit der Technik als besonderes geeignet, um das Eigentümliche der stereoskopischen Gestalterfassung zu erfahren.
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Dietmar Koch, Irmgard Männlein-Robert, Niels Weidtmann (Hrsg.)
Platon und die Bilder – Antike-Studien Band 3

206 Seiten, kartoniert, ISBN 978-3-89308-436-4, € 38,00
Gast: Wir und die anderen lebenden Wesen, auch das, woraus die ganze Natur besteht, Feuer, Wasser und die verwandten Elemente, von all dem wissen wir doch, dass sie Hervorbringungen eines Gottes sind, all diese Dinge hat er doch ins Werk gesetzt. So ist es doch?

Theaitetos:
Ja, natürlich.

Gast: Zu all diesen Dingen gibt es doch nun begleitende Bilder, die wohlgemerkt nicht die Sache selbst sind, aber dennoch einen übermenschlichen Ursprung haben.

Theaitetos:
Was soll das sein?

Gast:
Etwa die Traumbilder, außerdem jene Erscheinungen, die am Tage auftreten und die wir als ganz natürlich empfinden: Schattenbilder, wenn in einen Feuerschein etwas dunkles eintritt, oder der Doppelschein, wenn eigenes und fremdes Licht auf glänzenden und glatten Flächen sich vereinigen und dadurch ein Bild hervorbringen, welches dem gewohnten direkten Anblick gegenüber entgegengesetzt aussieht.

Theaitetos:
Das wären dann also die beiden Werke des göttlichen Hervorbringens: die Sache selbst und das Bild, das ihr jeweils folgt.

Platon, Sophistes, 266a-c

Matthias Becker
Ergriffen von Liebe zum »Gotterbild«. Statuen- und Bildhauermetaphorik in der Palinodie des »Phaidros« Platons

Alfred Dunshirn
Die sogenannten Trugbilder in Platons »Sophistes«

Klaus Held
Zeit und Bild der Ewigkeit in Platons »Timaios«

Christoph Horn
Bild und Begriff bei Platon. Viele Probleme und einige Perspektiven

Dietmar Koch
Zur Frage nach der Mächtigkeit der Bilder in Platons Werk

Julia Pfefferkorn
Phantásmata theía. Zum Bildbegriff in Platons »Politeia«

Roberto Rubio
Zur Erstellung von Bildern bei Platon und Heidegger

Weibke-marie Stock
Seelenspur und Körperlichkeit. Überlegungen zu Plotins Theorie des Seelenschattens in der Schrift VI 4 [22]

Mauro Tulli
Mimesis und neue Dichtung: Platond als Maler

Tom Wellmann
Eídola legómena. Zum Verhältnis von Bild und lógos im »Sophistes«

Daniel J. Schreiber
In uns, unter uns, etwas später. Atlantis bei Platon und Beuys.

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Dietmar Koch, Irmgard Männlein-Robert, Niels Weidtmann (Hrsg.)
Platon und die Sprache – Antike-Studien Band 4

246 Seiten, kartoniert, ISBN 978-3-89308-447-0, € 38,00
Theaitetos: Was nennst Du denn »Denken«?

Sokrates: 
Ein Gespräch, das die Seele mit sich selbst darüber führt, was sie gerade untersucht. Dies erkläre ich jedoch nur ohne ein Wissen davon zu haben. Denn wenn die Seele nachdenkt, so schwebt mir vor, dann tut sie nichts anderes als einen Dialog führen, indem sie sich selbst fragt und antwortet, bejaht und verneint. Wenn sie dann aber etwas ergründet hat, ob in langsamerer oder schnellerer Vorgehensweise, und bei denselben Behauptungen bleibt und keinen Zweifel hat, dann sprechen wir bei ihr von einer Meinung. Daher nenne ich das Meinen ein Reden und die Meinung eine ausgesprochene Rede, jedoch nicht laut zu einem Anderen, sondern leise zu sich selbst. Und was sagst du?

Theaitetos:
Ich sage dies auch.

Theaitetos, 189e-190a



Stefan Büttner
Inspiriertes Reden bei Platon. Sache der Vernunft oder des ästhetischen Gefühls?

Dietmar Koch
Die Rede als Lebewesen? Zum Verhältnis von logos und zoon in Platons Dialogen

Manfred Kraus
Grenzen von Schrift und Sprache bei Platon

Francisco Lisi
Sophistischer und philosophischer Sprachgebrauch bei Platon

Claudia Lo Casto
Die verschiedenen Bedeutungen von logos in der Sprache Platons

Igor Mikecin
Sprache und Bewegund bei Platon

Alina Noveanu
Ion - Der enthousiasmos und die Göttlichkeit der Sprache

Jan Opsomer
Das Sprechen und Schweigen des Demiurgen im Timaios-Kritias

Simon Schüz
Wie kommt Wahrheit zur Sprache? Sein und Kopula in Platons Sophistes

Antonino Spinelli
Physei orthodes als Aufgabe. Zur Entsprechung von Wesen und Namen in Platons Kratylos

Jürgen Trabant
Platonische Sprachkritik

Maddalena Vallozza
Eros und die Sprache - Agathon bei Platon

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